Surftrip nach Südfrankreich

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Nachdem ich mein Abitur abgeschlossen hatte, hieß es für mich erst einmal raus aus dem grauen Deutschland. Das Leben sollte in vollen Zügen genossen werden. Der Weg führte mich und zwei Freunde an die Atlantikküste Frankreichs. Hier liegt ein wunderschöner Sandstrand neben dem Anderen. Das Klima ist nicht zu warm und nicht zu kalt, eben genau richtig. Das Meer ist etwas erfrischend, bietet dafür aber die perfekten Bedingungen zum Wellenreiten.

Was brauche ich für den perfekten Campingurlaub?

  • Zelt
  • Isomatte
  • Campingkocher
  • Geschirr
  • Spülsachen
  • Schlafsack
  • Besteck
  • Campingstuhl

Die Anreise

Die rund 1200 km waren mit unserem bequemen VW Bus kein Problem. Nach jeden rund 400 km wurde der Fahrer gewechselt und es ging weiter bis wir endlich an unserem Ziel ankamen.

Nach der langen aber auch sehr lustigen Autofahrt im VW Bus, kamen wir nach 13 Stunden endlich am Campingplatz an. Nun hieß es noch: Zelte aufbauen. Anschließend endlich ab in den Schlafsack auf die gemütliche Isomatte und wohlverdient einschlafen. Schon morgens wurde man von dem Gezwitscher der Vögel geweckt und die Sonnenstrahlen schienen durch die Baumkronen auf das Zelt hinab.

Der Campingplatz

Unser Campingplatz lag direkt im Herzen des kleinen Surferortes Moliets. Wir hatten einen riesigen Platz, schön im Schatten der Baumkronen. Der Campingplatz lag unmittelbar am wunderschönen, breiten Sandstrand und dem traumhaften Atlantik. Nur wenige Gehminuten vom Platz entfernt, befanden sich kleinere Geschäfte, ein Supermarkt und kleine Clubs und Bars.

Der Campingplatz war hauptsächlich von jüngeren Menschen besucht. Es befand sich ebenfalls ein Surfcamp auf dem Platz, in dem ein Freund von mir gearbeitet hat. Er war dort als Surfassistent tätig und musste ebenfalls Abends für das wohl der Gäste beim Kochen in der Küche mit helfen. Meist haben wir uns die Reste der Küche unter den Nagel gerissen, um selbst nicht kochen zu müssen.

Das Campingleben als Surfer

Der Morgen begann mit einem ausgiebigen Frühstück, um die nötige Kraft fürs paddeln auf dem Brett zu sammeln. Es gab frisches Baguette vom Bäcker, das mit dem Longboard geholt werden musste. Mit gestärkten Kräften und vollen Mägen zwangen wir uns in unsere Neoprenanzüge und marschierten zum Strand. Nach dem wir die Dünen bezwungen hatten, blickten wir über den breiten Sandstrand auf das azurblaue Wasser. Die Wellen waren perfekt, sodass wir es kaum erwarten konnten diese zu surfen. Aber STOPP! Vor jeder Surfsession war aufwärmen angesagt. Ein lockere kurzer Lauf um den Körper in Schwung zu bringen und anschließend ein ausgiebiges Dehnprogramm standen auf der Tagesordnung. Im Fokus war hier natürlich der Oberkörper, der beim Surfen stark beansprucht wird, besonders Schultern, Nacken und Arme. Aber auch die Beine waren nicht zu vernachlässigen, die bei dem Take-Off eine wichtige Rolle spielen.
Die Bedingungen waren bis auf wenige Tage perfekt. Wir hatten 1,5m – 2m hohe Wellen, strahlend blauen Himmel und circa 30 Grad in Verbindung mit etwas Wind. Ab und zu legte man kleine Pausen ein und legte sich faul an den Strand.

Am Abend wurde Boule gespielt und einige Bier getrunken. Wenn man nicht zu müde war, ging es noch in die lokale Bar auf den ein oder anderen Long Island Icetea. Hier feierten ebenfalls die benachbarten Surfcamp ihre Partys und es herrschte eine lockere Surfer-Atmosphäre.

Es gefiel uns dort so gut, dass wir gleich vier Wochen dort verweilten. Genau das war, was ich nach der harten Abitur-Zeit brauchte. Im Anschluss an den Urlaub ging es los mit dem Studium.

Surfen – Eine Leidenschaft

Surfen lernte ich ebenfalls genau hier, in Moliets. Südfrankreich bietet die perfekten Bedingungen um sich das erste Mal auf dem Board zu versuchen. Ich besuchte damals für zwei Wochen ein Surfcamp. Hier wurde man zwei Stunden am Tag von geschulten Surflehrern unterrichtet. Im Anschluss daran, konnte man sich die Boards schnappen und sich selbst im Wasser an die Wellen wagen. Nach diesen zwei Wochen konnte man bereits die Weißwasserwellen surfen und traute sich langsam an die ungebrochenen grünen Wellen heran. Es ist ein unbeschreibliches Gefühl wenn man seine erste „grüne Welle“ geritten ist. Man fühlt sich den ganzen Tag wie der König. Bis heute habe ich diesen Moment nicht vergessen. Es ist einfach etwas ganz besonderes und macht auf eine gewisse Art süchtig. Aber die sportliche Belastung sollte man nicht unterschätzen. Jeden morgen merkte man die Arme und Schultern enorm. Der Muskelkater begrüßte einen zusammen mit der Sonne Tag ein Tag aus jeden Morgen aufs Neue. Aber die Bemühungen lohnen sich. Sobald man die „grünen Wellen“ einwandfrei surfen kann, kann man sich bereits an das schräge Abfahren der Wellen wagen und erste Turns versuchen. Ihr solltet diesen Sport definitiv einmal ausprobieren, falls ihr dies noch nicht getan habt. Es ist ein absolut geiles Gefühl sich von der Kraft der Natur hin zum Strand gleiten zu lassen. Außerdem sind Surfer von Grund auf entspannte Typen und nehmen das Leben sehr locker, was das Leben/ den Urlaub noch ein Stück entspannter macht. Der typische Hang-Loose Lifestyle. Dies ist auf jeden Fall eine Erfahrung wert, glaubt mir.

Ausflüge

Da wir durch das Auto sehr mobil waren, haben wir einige Roadtrips zu den größeren Städten im Umkreis gemacht.

San Sebastian & Biarritz

Biarritz war früher Badeort der Adelsfamilien. Heutzutage ist die Stadt die europäische Surferhochburg. Neben dem wunderschönen Strand bietet Biarritz den Touristen unzählige Sehenswürdigkeiten, wie zum Beispiel das Musee del la Mer.

San Sebastian liegt an der iberischen Halbinsel und gehört damit bereits zu Spanien. Die Stadt ist wunderschön und liegt in einer traumhaften Bucht zwischen kleinen Bergen. Hier gibt es einige Sehenswürdigkeiten zu bestaunen und die unzähligen Tapas-Bars in der urigen Altstadt laden zu einem kleinen Snack zwischen durch ein. Ein Erlebnis der besonderen Art. Die Tapas stehen frei für jeden zugänglich auf der Theke und man bedient sich – ich sage euch, es war verdammt lecker! Das lustige ist, man darf den Müll einfach so auf den Boden schmeißen und keiner ist sauer. Sobald man satt ist, geht man zur Bedienung und sagt die Anzahl an verzehrten Tapas und man bezahlt die genannte Menge. Aber auch der wunderschöne Strand macht einiges her und lädt zum entspannen ein. Dieser ist ein richtiger Ruhepol. Hier ist es ebenfalls möglich bestens zu surfen.

Peace out!

Euer Daniel

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